Höllisch scharf, aber verdammt gut: Thailändisches Fischcurry

Thailändisches Fischcurry

Heute zum Einstieg mal eine kleine Anekdote aus der Rubrik „Gewürz-Unfälle“: In das thailändische Fischcurry kommt unter anderem grüne Currypaste, die nunmal die schärfste ist (vor gelber, roter und was es sonst noch so gibt), da sie am meisten Chili enthält. Als ich dieses Gericht das erste Mal gekocht habe, bin ich dafür extra in den Asia-Supermarkt meines Vertrauens gegangen, um die benötigte grüne Currypaste zu besorgen. Ich habe also eine Packung mit 50 Gramm Inhalt erstanden, die original aus Thailand importiert war. Auf der Rückseite fand sich ein Rezept, dem zufolge die gesamte Packung in einem einzigen Gericht für vier Portionen verwendet werden solle. In meinem Rezept für das Fischcurry war aber lediglich von einem Esslöffel Currypaste die Rede, so dass ich dachte „Ok, super, ist schon auf den Europäischen Gaumen abgestimmt“, denn Thailänder essen ja bekanntlich wesentlich schärfer als Europäer und ich bin sowieso eher der milde Esser. Also habe ich mich brav an das Rezept gehalten und einen Esslöffel der grünen Currypaste in die Soße gerührt. Ein fataler Fehler! Das Fischcurry war so scharf, dass ich es nur mit ungefähr einem halben Liter Milch und viel Schweiß auf der Stirn überhaupt essen konnte…

Die Sache war aber die, dass das Essen trotz allem lecker geschmeckt hat (irgendwo, tief unter dieser enormen Schärfe). Also habe ich dem Curry noch eine zweite Chance gegeben und das Rezept in einigen Teilen verändert. Der wichtigste Teil war – wie Du Dir sicher denken kannst – weniger Currypaste zu verwenden, nämlich nur noch einen Espressolöffel voll. Scharf genug ist das Ganze damit immer noch – jedenfalls für meinen Gaumen. Aber jetzt ist es nicht mehr nur scharf, sondern hauptsächlich lecker und erst dann feurig. Wenn Du das Fischcurry nachkochen möchtest (und das kann ich Dir nur raten, denn es schmeckt wirklich sehr gut), bist Du also gewarnt. Es kommt natürlich drauf an, wie scharf Du sonst so isst, aber vielleicht tastest Du Dich lieber von wenig nach viel an die passende Currypasten-Menge an und nicht wie ich umgekehrt.

Wie ist das denn generell bei dir? Magst Du Dein Essen lieber scharf oder eher mild?

Rezept für thailändisches Fischcurry

Ergibt 2 Portionen:

  • 250 g Fischfilet (Seelachs, Kabeljau, Rotbarsch o.ä.)
  • 1 kl. Aubergine
  • 1 kl. rote Paprika
  • 1 Stück Ingwer (ca. 2 cm lang)
  • 1 Schalotte
  • 3 Limettenblätter (gibt es tiefgekühlt im Asia-Supermarkt)
  • 2 EL Rapsöl
  • ½ TL grüne Currypaste
  • 250 ml Kokosmilch
  • ½ EL Palmzucker
  • 2 EL Fischsoße
  • 1 Hand voll Basilikumblätter
  • 1 EL Mehl
  1. Ingwer schälen und in feine Scheiben schneiden. Schalotte ebenfalls schälen, halbieren und in Streifen schneiden. Limettenblätter waschen und zerrupfen. Aubergine und Paprika waschen, putzen und in kleine Stücke schneiden. Fisch in mundgerechte Stücke schneiden und mit dem Mehl verrühren. Basilikum waschen und trockenschütteln.
  2. Öl in einem Wok erhitzen. Ingwer und Schalotte kurz darin anbraten, dann die Currypaste einrühren und 1 Minute mitbraten. Mit Kokosmilch ablöschen, Limettenblätter, Palmzucker und Fischsoße zugeben und alles 5 Minuten einkochen lassen.
  3. Aubergine und Paprika einrühren und 4 Minuten garen. Fisch vorsichtig hinzufügen und 2 Minuten weitergaren.
  4. Zum Schluss noch die Basilikumblätter unterheben.
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