Langweilig? Von wegen! Steckrüben-Möhren-Suppe

Das ist eine Steckrübe:

Steckrübe

Und das kannst Du z. B. daraus machen:

Steckrüben-Möhren-Suppe

Ein völlig verkanntes Gemüse! Steckrüben sind ja irgendwie ein bisschen in „Vergessenheit“ geraten; ich nehme an, das hängt damit zusammen, dass die Generation unserer (zumindest meiner) Groß- und Urgroßeltern nach diversen Wintern, in denen es kaum andere Lebensmittel gab, den Steckrüben gegenüber nicht gerade positiv gestimmt waren. Und so sind sie dann immer mehr aus den Küchen verschwunden und allenfalls noch dem Vieh verfüttert worden. Zu Unrecht, wie ich finde! Also, natürlich kann ich verstehen, dass niemand nach Monaten voller Steckrübenmarmelade, -aufläufe, -eintöpfe und sogar -kaffee keine Lust mehr auf dieses Gemüse hat. Aber da ich glücklicher Weise nicht zu dieser Generation gehöre, habe ich nun die Steckrübe für mich entdeckt. Ich hatte einfach keine Lust mehr, im Winter rumzusitzen und zu jammern, dass es kein Gemüse und kein Obst gibt. Wozu auch? Rüben, Wurzeln und Co. sehen zwar auf den ersten Blick wenig attraktiv aus, aber wie wir alle wissen, kommt es ja vor allem auf die inneren Werte an, nicht wahr? Und die sehen bei der Steckrübe gar nicht mal so schlecht aus: Unter anderem sind die Vitamine B1, B2 und C sowie das Provitamin A und ganz viele tolle Mineralstoffe drin und das klingt ja zumindest nicht ungesund.

Also habe ich eine Steckrübe erstanden und diese zu einer Steckrüben-Möhren-Suppe verarbeitet. Pur (Du kannst sie auch roh essen) erinnert die Steckrübe an eine Art leicht süßlichen Kohlrabi, was ich ganz lecker finde. Laut Wikipedia nimmt die Rübe den Geschmack der Zutaten an, mit denen sie zubereitet wird, was ich jetzt nicht ausschweifend bejahen, aber auch definitiv nicht verneinen würde. Die Steckrübe hat insgesamt einfach keinen besonders dominanten Geschmack, aber ich denke, wenn ich sie weggelassen hätte, hätte die Suppe deutlich anders geschmeckt; da sie selber ja wie gesagt leicht süßlich ist, unterstreicht die Steckrübe die ebenfalls eher süßliche Note der Möhre. Ich fand das sehr lecker und wenn dann auch noch Muskatnuss, Majoran und etwas Kerbel ins Spiel kommen, wird die Suppe zu einem sehr leckeren warmen Essen.

Und da ich jetzt noch eine halbe Steckrübe übrig habe, gibt’s damit bald noch ein Rezept…

Rezept für Steckrüben-Möhren-Suppe

Ergibt 2 Portionen:

  • 1 große Möhre
  • 1 eher kleine Kartoffel
  • ½ mittelgroße Steckrübe
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Schuss flüssiger Honig (ca. 1 knapper TL)
  • 1 EL Öl
  • Einige dünne Scheiben Speck (optional)
  • 30 g Sahne oder Crème fraîche
  • Salz, Muskatnuss, Majoran, Kerbel und Petersilie nach Belieben
  1. Möhre, Steckrübe und Kartoffel schälen und in kleine Stücke schneiden. Zwiebel ebenfalls schälen und feinwürfeln.
  2. Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel darin glasig dünsten. Gemüsestücke und Honig dazugeben und kurz mitschmoren. Gemüsebrühe angießen, alles einmal aufkochen lassen und dann zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 25 Minuten lang garen.
  3. In der Zeit schonmal den Speck in kurze Streifen schneiden und in einer Pfanne ohne Öl knusprig braten.
  4. Topfinhalt mit einem Pürierstab pürieren (nach Geschmack feiner oder etwas gröber), Sahne/Crème fraîche unterziehen und alles noch einmal aufkochen. Mit Salz, Muskatnuss, Majoran und Kerbel abschmecken.
  5. Suppe mit Petersilie und ggf. Speck bestreut servieren.

Und welche Gerichte mit Steckrüben hast Du denn schon so zubereitet?

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