Rheinischer Sauerbraten

Rheinischer Sauerbraten

Rheinischer Sauerbraten ist ein echter Klassiker. „Das“ Original-Rezept gibt es wohl nicht, doch in manchen Punkten sind sich alle einig: Rosinen müssen auf jeden Fall in die Soße und vor der Verarbeitung muss das gute Stück Fleisch mindestens einige Tage ziehen. Ich lasse es mittlerweile sogar eine ganze Woche im Sud liegen, damit der Essig seine volle Wirkung entfalten und das Fleisch schön mürbe machen kann. Im Original wird der Sauerbraten aus Pferdefleisch hergestellt, aber wenn Du das nicht auftreiben kannst (so wie ich), tut es auch Rinderhüfte.

Rheinischer Sauerbraten eingelegt

Nach dem mehrtägigen Marinieren und zwei Stunden Zubereitungszeit wird aus dem Fleischstück eine richtige Delikatesse. Übrigens: Als ich mich noch rein vegetarisch ernährt habe, habe ich das Ganze mal mit Seitan zubereitet. Der hat dann zwar nicht die gleiche zarte Konsistenz wie das Fleisch, aber geschmacklich war das Ergebnis trotzdem durchaus vergleichbar.

Rezept für Rheinischen Sauerbraten

Ergibt 2 Portionen:

  • 400 g Rinderbraten (aus der Hüfte)
  • 1 große Zwiebel
  • 1 Bund Suppengemüse
  • 350 ml Rotweinessig
  • ½ Tasse Rosinen
  • 1½ EL Apfelkraut
  • 1½ EL Johannisbeergelee
  • 2 Aachener Kräuterprinten
  • 1 Tüte Sauerbraten-Würzmischung (oder Du stellst Dir selbst etwas zusammen – die Ostmann-Mischung, die ich gerne nehme, enthält Zwiebeln, Koriander, Pfeffer, Piment, Paprika, Wacholderbeeren, Senfkörner, Ingwer, Lorbeer, Nelken, Zimt, Thymian und Muskat)
  1. Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden, Suppengemüse waschen, ggf. schälen und grob zerkleinern. Alles mit dem Sauerbratengewürz in einem großen Topf in einer Mischung aus dem Essig und 350 ml Wasser aufkochen. 5 Minuten köcheln, danach gut abkühlen lassen.
  2. Rindfleisch kurz abwaschen, trockentupfen und mit der Beize in eine Schüssel geben. 7 Tage mit Folie abgedeckt im Kühlschrank marinieren lassen, dabei das Fleisch alle paar Tage mal wenden.
  3. Fleisch aus der Schüssel nehmen und gut trocken tupfen. Den Sud durch ein Sieb gießen und dabei Flüssigkeit auffangen. Das Gemüse entsorgen.
  4. In einem Bräter Fett stark erhitzen. Das Fleisch darin von allen Seiten scharf anbraten. Wenn es rundherum schön braun ist, die Essigbeize dazugeben und das Fleisch mehrfach damit übergießen.
  5. Jetzt muss das Fleisch bei niedriger Temperatur 2 Stunden lang zugedeckt schmoren. Nach der ersten halben Stunde das Johannisbeergelee hinzugeben, nach der zweiten halben Stunde das Apfelkraut und nach der dritten halben Stunde die Rosinen. Dabei immer wieder das Fleisch mit der Soße übergießen.
  6. Nach den zwei Stunden die Kräuterprinten in kleine Stücke brechen und in der Soße auflösen.
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