An der Nordseeküste…

Krabbenbrötchen

Wir waren nun schon zum dritten Mal auf Norderney, dieses Mal für eine Woche. Es war wieder sehr entspannend und vor allem gibt es auf der ostfriesischen Insel jede Menge leckeren Fisch. Nachdem ich ja schon von meinen Essens-Erlebnissen in New York berichtet habe, habe ich Dir auch ein paar kulinarische Impressionen meines Urlaubs auf Norderney mitgebracht. Zum Beispiel die leckeren Krabbenbrötchen aus dem „Norderneyer Fischhuus“, die ich mit Meerblick genießen konnte, obwohl eine Möwe vorbeikam und mich sehr genau beobachtet hat.

Nordseestube

Am ersten Abend sind wir aber zunächst einmal in die „Nordseestube“ eingekehrt. „Eingekehrt“ passt als leicht altmodisches Wort sehr gut, denn die „Nordseestube“ ist eines der ältesten Fischrestaurants der Insel und vom Stil her „Eiche rustikal“ auf Norddeutsch. Das Team ist aber sehr nett und das Essen ist in Ordnung — ich würde die Nordseeschollenfilets mit Krabbensoße und Kartoffeln, die ich hatte, als solide norddeutsche Hausmannskost bezeichnen: lecker, aber nicht bahnbrechend.
Kartoffeln mit Krabben und Sauerrahm

Ganz anders war es in der Milchbar, einem meiner Lieblingsorte auf Norderney weiter: Dort gab es ebenfalls Krabben, allerdings mit Rosmarinkartoffeln und Sauerrahm. Die Milchbar ist kein Restaurant im klassischen Sinne, sondern hier ist Self-Service angesagt. Das Preis-Leistungs-Verhältnis finde ich jedoch vollkommen in Ordnung, vor allem bekomme ich in Köln nur schwer so leckere Matjesfilets. Auch andere Köstlichkeiten, etwa die wechselnden Specials, die ich dort bisher so probiert habe, sind durchaus empfehlenswert. Dazu ein Glas leckerer Weißwein, ruhige Chill-Out-Musik und ebenfalls wieder Meerblick — perfekt!

Fish & Chips in der Weißen Düne

Zum zweiten Mal haben wir nun in der „Weißen Düne“ gegessen. Die Fish and Chips (die eigentlich eher „Fish and Wedges“ waren) mit hausgemachter Remouladensoße und Kapern haben mir auch sehr gut geschmeckt. Trotzdem werden wir wohl nicht unbedingt noch einmal dort essen, denn der Service ist leider sehr unaufmerksam. Das war er bei unserem ersten Besuch 2010, auch schon, aber wir dachten, das sei vielleicht ein Ausrutscher gewesen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis hat mich auch nicht wirklich überzeugt. Da gehen wir lieber in eines der zahlreichen anderen Restaurants oder wir besorgen uns leckeren Rotwein-Matjes und essen den in der Ferienwohnung.
Rotbarschfilets Strindberger Art mit Blattspinat und Kartoffel-Karotten-Pürree
Da sich die Speisekarte sehr gut las und wir auch einmal etwas schicker Essen gehen wollten, haben wir an einem Abend auch im relativ neuen Restaurant „Leib & Seele“ gegessen. Zugegeben, aus der Nordsee war mein Rotbarschfilet „Strindberger Art“ (mit Senfkruste) bestimmt nicht, aber war hat trotzdem sehr schön abgestimmt und auf den Punkt gegart. Auch der Blattspinat war ganz wunderbar abgeschmeckt und das Kartoffel-Karotten-Pürree (das ich als Rheinländerin auch als „Möhren untereinander“ kenne), war ebenfalls toll und hat super zu Fisch und Spinat gepasst. Eine fabelhafte Crème fraîche-Soße gab es auch noch dazu. Und zu guter Letzt noch der Beweis, das ich mich nicht ausschließlich von Fisch ernährt habe: Das leckere Dessert möchte ich Dir nicht vorenthalten. Vielleicht fühlst Du Dich ja auch dazu berufen, selbst mal ein Latte Macchiato-Parfait zu zaubern?

Latte-Macchiato-Parfait

Preislich bewegt sich das „Leib & Seele“ im oberen Mittelfeld würde ich sagen; es geht definitiv teurer, aber sicherlich auch günstiger. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist aber auf jeden Fall sehr gut, auch weil der Service sehr freundlich und aufmerksam ist.

So viel zu meinem Norderney-Urlaub-Essens-Bericht mit integrierten Restaurantkritiken. Wie Du siehst: Fisch, Fisch und noch ein bisschen mehr Fisch, wie es für mich in einem Insel-Urlaub sein sollte. Bald poste ich dann auch wieder viele eigene Rezepte; mit Fisch, aber natürlich auch vegetarisch und mit Fleisch.

 

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