Heute Hirsch: Hirschragout mit selbstgemachten Klößen

Hirschragout mit selbstgemachten Klößen

Wortspiele in der Überschrift wie „wildes Essen“ oder dergleichen habe ich mir jetzt mal verkniffen, auch wenn ich heute zum allerersten Mal Wild zubereitet habe. Genauer gesagt habe ich Hirschragout gemacht und wenn Du Dich jetzt fragst, warum es das erste Mal war – ich weiß es ehrlich gesagt auch nicht genau; hat sich bisher einfach nie ergeben; vielleicht auch deshalb, weil Bio-Wild nicht an jeder Ecke zu haben ist, aber da ich nun die Gelegenheit hatte, im Bio-Supermarkt meines Vertrauens ein schönes Stück Hirschkeule zu ergattern, habe ich meine Chance genutzt und ein Hirschragout daraus gemacht. Und das ist sehr gut geworden! Das Fleisch war schön zart, die Soße passte hervorragend und die Portionsgröße war auch genau richtig – auch wenn ich mich zuerst gefragt habe, wer das alles essen soll… In die Soße kam übrigens ein Cabernet Sauvignon, den wir dann auch zum Essen getrunken haben. Die selbstgemachten Klöße, die ich nun schon zum zweiten Mal zubereitet habe, sind auch wieder gut gelungen. Und so einfach, dass sich ein extra Rezept dafür kaum lohnt; für vier Klöße einfach 300 g mehligkochende Kartoffeln weichkochen, abkühlen lassen, durch die Presse drücken und mit ca. 60 g Kartoffelmehl und einer Prise Salz verkneten. Zu Klößen formen und in kochendes Salzwasser geben, dann bei geringer Hitze ca. 20 Minuten ziehen lassen. Ich sag’ ja – wirklich so einfach, dass ich gar nicht weiß, warum ich mal Fertig-Kloßteig gekauft habe…

Rezept für Hirschragout

Ergibt 2-3 Portionen:

  • 500 g Hirschfleisch zum Schmoren (z. B. aus der Keule)
  • 200 ml Rotwein
  • 200 ml Wild- oder Rinderfond
  • 2 gute Hand voll Champignons
  • 2 TL Speisestärke
  • 1 Lorbeerblatt
  • je 3 Pfefferkörner und Wacholderbeeren
  • 1 EL Crème fraîche
  • 1 EL Preiselbeeren (aus dem Glas)
  • knapp 1 EL Mehl
  • 2 Zwiebeln
  • etwas Öl
  • Salz, Pfeffer, etwas Majoran nach Belieben
  1. Hirschfleisch in gleichgroße Stücke schneiden. Zwiebeln schälen und achteln. Fleisch mit dem Mehl bestäuben und darin wenden, bis das Mehl gleichmäßig auf dem Fleisch verteilt ist.
  2. Öl in einem Topf erhitzen. Fleisch darin kurz anbraten, dann die Zwiebeln zugeben und kurz mitbraten. Fond und Wein angießen, Pfefferkörner, Wacholderbeeren und das Lorbeerblatt zugeben, alles verrühren und für ca. 1 Stunde bei geringer Hitze schmoren.
  3. In der Zeit die Champignons putzen und die Köpfe vierteln. 10 Minuten vor Ende der Schmorzeit zum Fleisch geben und mitschmoren.
  4. Nach den 60 Minuten Fleisch und Champignons mit einem Schaumlöffel aus dem Topf fischen, zur Seite stellen. Übrigen Topfinhalt in ein Sieb gießen, dabei die Soße auffangen. Siebinhalt entsorgen, die Flüssigkeit wieder in den Topf geben.
  5. Speisestärke mit etwas Wasser anrühren und ebenfalls in den Topf geben. Einrühren und die Soße einmal aufkochen. Preiselbeeren, Crème fraîche und Majoran einrühren, Soße mit Salz und Pfeffer abschmecken und auf die gewünschte Konsistenz einkochen lassen. Dann das Fleisch und die Champignons wieder in die Soße geben, heiß werden lassen (nicht zu lange, sonst werden die Champignons zäh).
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