Ein Beerentraum: Tarte aux baies

Beerentarte

Ein asboluter Traum, falls Du auch so gerne Beeren isst wie ich ist Tarte aux baies oder zu Deutsch: Beerentarte. Egal in welcher Sprache: lecker und sommerlich. Bei dieser Tarte handelt es sich um eine Version mit Himbeeren, Heidelbeeren, Brombeeren und Erdbeeren, dekoriert mit Mandeln und gezuckerten Johannisbeeren. Die Inspiration kam durch die Erdbeer-Tartelettes, allerdings habe ich dieses Mal den Mürbeteig auf klassische Art zubereitet und mir für die Crème pâtissière eine Version ohne Eigelbe ausgedacht, weil wir eine Schwangere in der Runde hatten und die Eigelbe ja nicht so wirklich lange erhitzt werden. Hat aber genauso gut geschmeckt wie die Version mit Eiern und ins Rezept habe ich mal beide Varianten aufgenommen.

Rezept für Beerentarte

Ergibt 1 große Tarte (28 cm Durchmesser):

  • 120 g kalte Butter
  • 200 g Mehl
  • 80 g Puderzucker
  • 25 g gemahlene Mandeln
  • 1 Ei
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • gemischte Beeren nach Angebot (ca. 500 g)
  • 3-4 EL gehobelte Mandeln
  • 250 ml Milch
  • ½ Vanilleschote
  • 50 g Zucker
  • 10 g Mehl
  • 10 g Speisestärke
  • 50 g Zartbitter-Schokolade
  • 3 Eigelbe (Wenn die Crème ohne Eigelbe hergestellt werden soll, jeweils 5 g mehr Mehl und Speisestärke, 6 EL zusätzliche Milch und 50 g Sahne einplanen)
  • 250 g getrocknete Hülsenfrüchte (z.B. Erbsen, Bohnen oder auch Linsen) zum Blindbacken
  1. Mehl, Puderzucker, Vanillezucker, Salz und gemahlene Mandeln miteinander vermischen. Die kalte Butter in kleine Stücke schneiden und zusammen mit dem Ei zu der Mehl-Mischung geben. Mit den Knethaken des Handrührgeräts alles so lange miteinander verrühren, bis ein glatter Teig entsteht (das kann einige Minuten dauern, also nicht zu schnell aufgeben).
  2. Den Teig in eine ungefettete  Tarteform füllen und an den Rändern hochdrücken. Mit Frischhaltefolie abdecken und eine Stunde lang im Kühlschrank ruhen lassen.
  3. In der Zeit schonmal die Crème vorbereiten: Eigelbe mit dem Zucker cremig schlagen. Dann Mehl und Speisestärke zugeben und alles glattrühren. Die halbe Vanilleschote aufritzen und das Mark herauskratzen. Vanilleschote und -mark mit der Milch in einem Topf erhitzen (nicht kochen!) und dann die Eigelbmasse einrühren. Alles glattrühren bis es bindet und dann zum Abkühlen in eine Schüssel füllen.
    Für die Version ohne Ei jeweils 15 g Mehl und Speisestärke in 6 EL Milch glattrühren. Vanille UND Zucker mit der Milch erhitzen. Wenn die Milch gut heiß ist, die Stärke-Mischung einrühren und gut aufkochen, bis es bindet. Ebenfalls in eine Schüssel füllen und abkühlen lassen.
    In jedem Fall: Wenn die Créme in der Schüssel ist, die Oberfläche mit Frischhaltefolie abdecken (also die Folie direkt auf die Oberfläche der Crème legen), damit keine Haut entsteht.
  4. Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen. Tarte-Boden nach der einen Stunde Ruhezeit aus dem Kühlschrank holen, Backpapier auf die Größe des Bodens zuschneiden und auf dem Tarteboden auflegen (nicht andrücken, nur darauf ablegen!). Dann die Hülsenfrüchte gleichmäßig auf dem Backpapier verteilen, die Form auf ein Backblech stellen und im Ofen ca. 20-25 Minuten backen, bis der Rand goldgelb, aber noch nicht braun ist. Anschließend abkühlen lassen. Die Hülsenfrüchte sorgen übrigens dafür, dass der Boden gleichmäßig bleibt und der Rand nicht abrutscht. Nach dem Backen können sie entsorgt oder für den nächsten Mürbeteig aufbewahrt werden.
  5. Wenn der Tarteboden abgekühlt ist, die Schokolade schmelzen und auf dem Tarteboden verstreichen (dann weicht er später nicht so durch und wird nicht matschig).
  6. Zwischendurch die Beeren putzen, waschen und ggf. kleinschneiden.
  7. Wenn die Crème abgekühlt ist, entweder direkt auf dem Tarteboden mit der getrockneten Schokolade verteilen oder bei der Crèmevariante ohne Ei die Sahne steifschlagen, unter die Crème heben und dann die Masse auf dem Schoko-Tarteboden verstreichen.
  8. Beeren nach Wunsch auf dem Kuchen anrichten. Zu guter Letzt die Mandeln ohne Öl in einer Pfanne rösten, bis sie gut duften, und über die fertige Tarte streuen.

Tipp: Du kannst den Boden auch schon einen Tag vorher backen. Das tut ihm sogar ganz gut, weil er dann noch etwas mürber wird.

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Comments

  1. sagt

    Die Creme habe ich Gestern ausprobiert und es schmeckte ganz gut. Ein bisschen wie eine „Creme Mont Blanc“ die ich mal bei mir veröffentlicht hatte. Es ist irgendwie wie einer diese Dessert Creme die man kaufen kann. Gaaaaanz lecker.
    Nochmal Danke für die Idee und die Schöne Rezept.
    Liebe Grüsse

    • Regina sagt

      Wie schön, dass Dir die Creme geschmeckt hat. Da Du doch selber immer so grandiose Rezepte hast, freut mich dieses Lob aus Deinem Mund ganz besonders!

  2. Regina sagt

    Danke für die Komplimente!

    @Aurélie: Wenn Du die Crème ausprobierst, lass‘ mich auf jeden Fall wissen, wie sie Dir geschmeckt hat!

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